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Spontanzusammenschluß
Mobilität für Behinderte
Info April 2014
www.spontis-berlin.de

22.4.14
Liebe Freundinnen und Freunde des Spontanzusammenschluß,
beim Plenum am 10.4.2014 fand sich wieder eine interessierte Runde zusammen.

Tagesordnung
TOP 1: Beate E. berichtet über Besuch bei Karin H.
TOP 2: Bericht über Verkehrs AG -Beate E.-
TOP 3: Messe "Miteinander Leben"
TOP 4: Bikini-Haus und Zoo-Palast -Bärbel R.-
TOP 5: Verschiedenes

Zu TOP 1: Besuch bei Karin H.
Wie schon im März-Info berichtet, ist Beate am 28.3,14 zu Karin und Christian H. gegangen, um unterstützend beim Gespräch mit dem zuständigem Betreuer Herrn Braune dabei zu sein. Zwischen Karin und ihm sind sicher Missverständnisse aufgetreten weil Herr B. sich nicht in einfacher Sprache sondern sich eher in "Amts-deutsch" augedrückt hat. Tatsache ist, dass ihr nicht das Taschengeld gekürzt werden soll, sondern durch ihre vielen Fahrten mit dem SFD ihr Taschengeld schnell ausgegeben ist und daher vom TG kaum etwas übrig bleibt. Ihr wurde vorgeschlagen, für Besorgungen, die in ihrer Nähe zu Fuß erreichbar sind evtl. den VBB-Begleitdienst oder andere Schiebe-und Begleitdienste, >Mobilitätshilfedienste< in Anspruch zu nehmen oder auch zu versuchen mit Begleitung den ÖPNV zu nutzen, als Versuch evtl. in Begleitung von "versierten Rollis", um ihr die Angst zu nehmen und Mut zu machen. Allein wäre sie auch mit Christian nicht in der Lage den ÖPNV zu nutzen, da fehlen kognitive Fähigkeiten. Die senatsgeförderten Mobilitätshilfedienste werden von verschiedenen sozialen Organisationen durchgeführt, zu erfragen beim zuständigem Bezirksamt des Wohnortes. Generell die tägliche Betreuung durch die "Ambulanten Dienste" wäre für Karin und Christian recht gut, dass müsste mit dem Sozialamt geklärt werden, eine Sache die von Herrn Braune zu erledigen wäre.

Zu TOP 2: Verkehrs AG
Beate.E. berichtete vom "Arbeitskreis Verkehr", dass die BVG künftig nur noch Busse mit einer Rampe (statt wie bisher 2) bestellen wird. Alle Einwände der Betroffenen sowie von Frau Königstorfer, der Ansprechpartnerin bei >Sen Soz< für Barriere-freiheit im Verkehr, die sich stark dafür eingesetzt hat, wurden von der BVG nicht anerkannt. Gründe für 2 Rampen sind u.a. wenn eine Tür defekt ist oder wie es kürzlich einem Rollstuhlfahrer passierte, dass die Rampe abgebrochen ist obwohl das Höchstgewicht nicht erreicht war. Zum Glück nachdem er den Bus verlassen hat. Falls der Bus nicht passgerecht an den Bordstein fahren kann, insbes. Im Winter, wenn nur eine Stelle geräumt wurde, ist auch die 2. Rampe notwendig. Auch beim Ein- und Aussteigen gibt es immer wieder Rangeleien mit den Fußgängern. Der Landesbeauftragte für behinderte Menschen hat sich ebenfalls für die Notwendigkeit von 2 Rampen eingesetzt. Begründet wird der Wegfall der 2. Rampe damit, dass die Plätze für Blinde vorn benötigt werden. Vom Blindenverband wurde aber dazu bemerkt, dass sie auf Grund einer ,,Notwenigkeit" auf eine ,,Annehmlichkeit" verzichten würden und Plätze an anderer Stelle einnehmen können. Auch wenn vor vielen Jahren von den Rollstuhlbenutzern eine Rampe als ausreichend angesehen wurde, so hat die Erfahrung in der Praxis in den letzten Jahren gezeigt, dass eine 2. Rampe erforderlich ist.
Beate und Corinna L. wenden sich an den Petitionsausschuss.
Leider ist in dieser Angelegenheit zu wenig Lobbyarbeit geleistet worden, auch andere Organisationen wie z.B. die ,,Cocas" und ,,SHG- Polio-Spätfolgen e.V." sollten noch eine Petition einlegen.


Zu TOP 3: Messe ,,Miteinander Leben"
Die Messe ,,Miteinander Leben", die diesmal an einem verkehrsgünstigem Ort in der "Station Berlin" am Gleisdreieck stattfand, hat viele Besucher angezogen. Das Angebot an Hilfsmittel war leider nicht sehr groß weil einige Firmen, die früher dabei waren, sich nicht mehr an dieser Messe beteiligen. So waren keine Vergleichsmöglich-keiten bei der eigentlich großen Vielfalt an Hilfsmitteln möglich. Es gab aber ein Angebot im Hof z.B. Reifen mit dem richtigen Luftdruck aufpumpen zu lassen (was wir Rollis doch leicht versäumen) und sonstige Kleinigkeiten am Rol stuhl oder Gehwagen beseitigen zu lassen.
Umrüstungen von Pkw`s und Ladesysteme waren zu finden.
Bemängelt wurde von Besuchern z.B. dass der Bereich Bauen / Wohnen wenig geboten hat. Aussteller mit kleinen Hilfsmitteln für den Alltag waren kaum zu finden.
Zum Thema Mobilität wurde ein BVG-Bus vermisst, wie es bisher war, um Rollstuhl-fahrern/innen erste Einsteigversuche machen zu lassen. Zum Thema Tourismus und Reha gab es einiges zu entdecken. Die Toilettensituation war am 1.Tag sehr schwierig da im Hauptgebäude nur eine Behindertentoilette vorhanden ist. Erst am Nachmittag wurde bekannt, dass es noch eine weitere Toilette auf dem Gebäude gegenüber gab, die nicht ausgeschildert war und Pfandfinderfähigkeiten erforderte. Nachdem die Geschäftsleitung der Messe darauf aufmerksam gemacht wurde, wurde ein Zettel an die nun ständig offene Tür
zum Gebäude "gepinnt". Unterschiedliche Selbsthilfegruppen stellten sich vor obwohl die Standmieten für Vereine recht teuer waren.
Im allgemeinen konnte man aber die eine oder andere Neuigkeit entdecken, sich mit
Informationsmaterial eindecken,Vorträge ergänzten die Ausstellung und der Standort
war gut erreichbar.

Zu TOP 4: Bikini-Haus und Zoo-Palast
Bärbel R. berichtete, dass sie das am 3.4.14 eröffnete >Bikini-Haus< in der Budapester Str. , eine Einkaufsgalerie, besichtigt hat. Es sol barrierefrei sein..., die ersten Barrieren sind aber in den Gängen stehende Verkaufshäuschen, die jeweils auf einem Sockel stehen und nur über eine Stufe zu erreichen sind. Zur Dachterrasse mit Blick in den Zoo führt zwar ein Lift, Ausschilderungen dorthin fehlen aber noch, ebenso eine Automatiktür. Auf der Dachterrasse befinden sich unauffällige Stufen, die nicht markiert sind und eine Gefahrenquelle bilden.


Die Toilette ist soweit o.K., Ausschilderung fehlt aber noch, Automatiktür fehlt auch dort. Dies war nur ein erster Eindruck, die Mängel sollten noch behoben werden.
Im renovierten Kino Zoo-Palast gibt es im großen Saal wie üblich 4 Rollstuhlplätze und in den kleinen Kinos jeweils nur einen Rollstuhlplatz. Ansehen konnte Bärbel die Plätze noch nicht.


Zu TOP 5: Verschiedenes

a) Uschi L. bat per Mail die folgende wichtige Meldung im Info zu verbreiten:
Sammelspendenbetrug durch rumänische Jugendliche.
Vielleicht ist es einigen schon unangenehm aufgefallen, dass mittels einer Unterschriftenliste in der City-Ost auf der Straße gebettelt wird. Diese Listen sind links oben mit dem Rollstuhlpiktogramm auffällig versehen und sollen den Passanten das Geld im Portemonnaie lockern. Uschi L. hat diese Bettler/innen offensiv zur Einsicht gezwungen, sie an die Hauswand gedrückt und dadurch Einsicht erpresst, dass im Text auch noch "Taubstumme" benutzt werden. Da die Polizei wenig Interesse für diesen Betrug zeigte, hat Uschi einen Beschwerdebrief an den Polizeipräsidenten geschrieben und am 01.04.14 ein 2-stündiges Gespräch mit dem Beschwerdemanagement geführt. Zwischenzeitlich liegen dem zuständigen Sachbearbeiter umfangreiche, ergänzende, schriftliche Unterlagen zu dem Thema Sammelspendenbetrug vor. Wer von Euch diese Machenschaft beobachtet, sollte dies der folgenden Kontaktperson melden:
Der Polizeipräsident in Berlin
Direktion 3 - Stab 33
Beschwerdemanagement
Kruppstraße 2 | 10557 Berlin
Tel.: 4664-303300 | Fax : 4664-303399
E-Mail:
Clemens.Runde@Polizei.Berlin.de

b) Eine Mail hat Uschi L. für die Spontis bekommen, in der ihr mitgeteilt wurde, dass die >Internationale Liga für Menschenrechte< in Persona das aktive Mitglied der
Spontis Eleonore Kujawa sich für unsere Rechte einsetzt.
Zitat: Lore K., die unsere Anliegen immer unterstüzt, arbeitet in verschiedenen Gewerkschaftsgruppen mit, die sich mit dem Pflegenotstandund der mangelhaften Gesundheitspolitik beschäftigen. Diese Gruppen sind keine Beschlussgremien, sondern dienen der Diskussion und der Meinungsbildung. Dabei sind Lore K. die Inhalte unserer Protokolle hilfreich. Sie findet die gegenseitigen Informationen wichtig und hofft, dass unsere Gesellschaft sensibler wir, wenn auch nur im Schneckentempo.
Lore K. lässt den gesammten Spontanzusammenschluß grüßen.

Weitere Themen wurden nicht vorgeschlagen, die ersten Busse standen zur Abholung bereit.

Das Team der Prinzenallee hatte uns wieder mit einer tollen Mahlzeit für 2,-- verwöhnt, wir sagen allen vom Team dankeschön!

Für den Druck und Versand des Infos entstehen uns Kosten, die wir nicht aus öffentlichen Mitteln decken. Wir bekommen keine Zuschüsse und sind stolz, dass wir
seit Bestehen des >Spontanzusammenschluß< 1987 nur mit Zuwendungen der In-
teressenten die Kosten decken können.
Postbank ­ Sparbuch: Anita Borrusch,
Konto-Nr. 2 81.075.106 3,
Postbank Hamburg,
BLZ 201 100 22,
Vertretungsberechtigte: Beate Ender und Corinna Lichtenberg jeweils einzeln mit Postvollmacht und Personalausweis.
Eine Beilage im Sparbuch weist aus, dass das Guthaben dem Spontanzusammenschluß gehört.
Auf dieses Sparkonto können Überweisungen genauso getätigt werden wie auf das bisherige Girokonto. Das SEPA-System gibt es für Sparbücher noch nicht.
Bitte nicht mehr auf U. Lehmann, Postbank Berlin einzahlen!


Das nächste Plenum findet wie immer am 2.Donnerstag
des Monats statt:
am 8. Mai 2014, von 17.00 Uhr bis ca. 19.30 Uhr,
Im Nachbarschaftshaus Prinzenallee - Café Esscapade -
(im Hof) Prinzenallee 58, Berlin-Wedding.

Das war`s mal wieder.
Bis zum nächsten Plenum grüßen die Spontis


Anita Borrusch Tel: 743 63 02 Mail: anita.kob@t-online.de


Dieser leere Bereich hätte auch noch weiter gefüllt werden können, schade dass so wenig andere Berichte eintreffen, Erfahrungen, auch mit Fotos, Tipps, evtl. auch mal
Reiseberichte, barrierefreie Einrichtungen, Kulturtipps, Literatur etc.!
Es gibt so viel was Ihr berichten könntet. Falls es nicht so ganz druckreif geschrieben ist, schreibe ich das um. Traut Euch mal!!!


Entweder per Mail: anita.kob@t-online.de
oder an meine Adresse
Anita Borrusch, Heimsbrunner Str. 16, 12349 Berlin
oder falls es nur ein kurzer Tipp ist
per Telefon: 030 743 63 02